
Als "unsere guten Freunde" bezeichnet immer wieder der Leiter des Kinderdorfes Klinge, Dr. Johann Cassar, die Wiesentaler "Sängerbündler". Denn seit etlichen Jahren pflegt der Gesangverein enge Kontakte mit der Einrichtung im Odenwald. Jährlich bringt er Sachspenden zu den dort wohnenden Kindern und Jugendlichen. Auch zum Jahresende 2009 bewies der älteste Waghäuseler Verein, dass die Mitglieder und Freunde des Sängerbunds aktiv sind, wenn es darum geht, anderen Menschen zu helfen.
Seit 58 Jahren besteht das 35 Hektar große Kinder- und Jugenddorf Klinge im Odenwald, in dem Waisenkinder und Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen in derzeit 16 Hausgemeinschaften betreut werden. Im Dorf selbst leben 120 Kinder, in den Außenstellen weitere 50. Wie Dr. Cassar gegenüber dem Sängerbund betonte, sei der Träger „sehr, sehr dankbar für die bereitwillige und großzügige Unterstützung aus Wiesental", für alle Sachspenden wie Kleidung, Spielsachen, Artikel für Freizeitbeschäftigungen, ja für alles, was man im Alter von einem Jahr bis 18 Jahren benötigt und gut gebrauchen kann.
Mit einem Sprinter und einem Bus steuerte die Sängerbund-Mannschaft um Karl-Heinz Käpplein und Harald Mahl das Kinder- und Jugenddorf Klinge in Seckach an, um die Menge der gesammelten Spenden dorthin zu bringen. Beide Fahrzeuge waren bis zum Anschlag beladen. Der Aufruf des Sängerbunds hatte erneut zu einer „überwältigenden Resonanz" geführt, äußerte sich erfreut Vorsitzender Karl-Keinz Käpplein. Eine gute halbe Stunde brauchten die Helfer, um die Kisten, Kartons und Säcke abzuladen. Der Sängerbund will auch künftig diese Sammlungen für Klinge durchführen.